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Doppelpack von da Costa reicht nicht zum Sieg - Punkteteilung im Topspiel Drucken E-Mail
Samstag, den 13. November 2010
klein_nachbraunschweigNach Spielende wusste OFC-Trainer Wolfgang Wolf nicht so recht, ob er sich über den einen Punkt freuen soll. „Wenn man zur Pause mit 2:0 führt, kann man eigentlich nicht zufrieden sein. Doch nach der zweiten Halbzeit kann und muss ich mit dem Punkt leben“, sagte Wolf.

2:2-Unentschieden endete am Abend das Topspiel in der 3.Liga zwischen den Offenbacher Kickers und Eintracht Braunschweig. Elton da Costa hatte  den OFC mit einem Doppelpack (9. und 21.Minute) vor der Pause in Führung gebracht, nach dem Seitenwechsel waren es zwei Standardsituationen, durch die Braunschweig noch zum Ausgleich kam. Karim Bellarabi (55.Minute) und Norman Theuerkauf (75.Minute) trafen für die Gäste an einem Abend, der für alle Kickers-Fans unter den 9439 Zuschauern emotional begann.

Kurz nach dem Anpfiff gab es eine Gedenkminute. OFC-Ehrenpräsident Waldemar Klein war am letzten Freitag im Alter von 90 Jahren gestorben. Vor seiner Tribüne, der Waldemar Klein-Tribüne, hatten die Fans ein Transparent aufgehängt. Darauf stand in weißer Schrift auf schwarzen Hintergrund: „Waldemar, für immer einer von uns.“ Dazu war ein selbstgemaltes Portrait des Ehrenpräsidenten zu sehen. Die Mannschaft spielte die kompletten 90 Minuten über mit schwarzem Trauerflor.

OFC-Trainer Wolfgang Wolf nahm drei Änderungen in seiner Anfangsformation vor. Stürmer Olivier Occean, der die letzten zwei Wochen verletzt fehlte, kehrte für Thomas Rathgeber in die erste Elf zurück. Markus Husterer begann nach abgesessener Gelbsperre in der Innenverteidigung anstelle von Marcel Stadel. Nicolas Feldhahn ersetzte Marius Laux.

Braunschweig hatte die letzten fünf Spiele in Folge gewinnen können und begann das Spitzenspiel entsprechend selbstbewusst. Nach sechs Minuten spielte Bellarabi den Ball im Offenbacher Strafraum in den Lauf von Mirko Boland, der sofort abzog. Sein Schuss wurde von Teixeira noch abgefälscht und ging ganz knapp am langen Eck vorbei. Auf der Gegenseite bekam der Braunschweiger Damir Vrancic nach neun Minuten nach einem Schuss von Feldhahn den Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Schiedsrichter Robert Hartmann zögerte keine Sekunde und zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte da Costa rechts unten im Eck zum 1:0 für den OFC. In den Jubel auf der Stehtribüne mischten sich laustarke Waldemar-Rufe – der Offenbacher Ehrenpräsident blieb den ganzen Abend über präsent. Auch kurze Zeit später, als die Fans „Steht auf für den Waldemar“ anstimmten.

Auf dem Spielfeld blieben die Kickers konsequent beim Verwerten der eigenen Tormöglichkeiten. Nach 21 Minuten war es wieder da Costa, der mit einem Flachschuss aus 18 Metern ins gleiche Eck traf, in dem er zuvor den Elfmeter verwandelt hatte – das 2:0 und der erste Doppelpack des Brasilianers im Kickers-Trikot.

Doch die Gäste blieben weiter gefährlich. Nach 27 Minuten köpfte Kumbela einen Freistoß von Kruppke nur knapp am Offenbacher Tor vorbei. Nach einer halben Stunde mussten die Kickers dann das erste Mal wechseln. Olivier Occean humpelte vom Feld, der Kanadier hatte sich eine Verletzung am linken Oberschenkel zugezogen - für ihn kam Thomas Rathgeber ins Spiel. Es dauerte nur wenige Minuten, da war Rathgeber zum ersten Mal per Kopf zur Stelle.
Doch der 25jährige  köpfte einen Eckball von da Costa am Tor vorbei. Die letzte Möglichkeit vor dem Seitenwechsel vergab Nils Teixeira aus der Distanz (42.Minute).

Wir wollten die Braunschweiger auch nach dem Seitenwechsel von unserem Tor fernhalten, haben dann aber nur noch reagiert, nicht mehr agiert“, stellte Wolf fest. In der 47.Minute war es zunächst noch Robert Wulnikowski, der einen Freistoß von Kruppke parieren konnte. Acht Minuten später war er dann chancenlos – nach einem Eckball von Boland lauerte Bellarabi am langen Eck und musste aus zwei Metern nur noch den Fuß hinhalten zum Braunschweiger Anschlusstreffer.

Drei Minuten später vergaben die Kickers die Möglichkeit, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. Husterer verlängerte einen Freistoß von da Costa, am langen Eck lauerte Kopilas, der jedoch am Tor vorbeiköpfte.
Auf der Gegenseite musste Wulnikowski mit einer Flugeinlage den Ball nach einem Freistoß von Kruppe über die eigene Torlatte klären (68.Minute).

Eine Viertelstunde vor Schluss fiel dann der Brauschweiger Ausgleich. Ausgangspunkt war erneut eine Standardsituation. Kruppkes Flanke köpfte Norman Theuerkauf ins rechte Eck zum 2:2! Wolfgang Wolf war verärgert darüber, wie die beiden Gegentore zustande gekommen waren. „Wir haben es den Braunschweigern da zu einfach gemacht“, sagte er.

In der Schlussphase brachte Wolf mit Stadel für Lamprecht und mit Hesse für Hayer nochmal zwei frische Spieler, doch Hesses Flanke in der 80.Minute verpasste Steffen Haas. So blieb es bei der Punkteteilung im Spitzenspiel.

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