Viertelfinale Saison 2011/2012

Hessenpokal 2011/12

Di., 28. Februar 2012 – 19:00 Uhr

Kickers Offenbach
  • 8 : 7 i.E. (0 : 0)
SV Darmstadt 98

Kickers gewinnen packenden Pokalfight – Entscheidung im Elfmeterschießen

Die Offenbacher Kickers haben das Halbfinale im Hessenpokal erreicht. In einem dramatischen Derby gegen den SV Darmstadt 98 setzten sich die Kickers nach torlosen 120 Minuten erst im Elfmeterschießen mit 8:7 durch. Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Stefano Cincotta ausgerechnet am Tag seines 21.Geburtstags. „Ich wollte eigentlich gar nicht schießen. Doch als zehnter Schütze musste ich dann ran. Ich bin überglücklich, dass der Ball reingegangen ist und wir dadurch gewonnen haben“, freute sich Cincotta.

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Hübner

Zwei Änderungen hatte OFC-Trainer Arie van Lent in seiner Anfangself gegenüber dem Heimspiel vor vier Tagen gegen Bremen II vorgenommen. Für den verletzten Kai Hesse (Fußstauchung) kehrte Elton da Costa zurück in die Startformation. Matthias Schwarz wurde im Mittelfeld durch Nicolas Feldhahn ersetzt.
Von Beginn an sahen die 5243 Zuschauer im Sparda-Bank-Hessen-Stadion eine intensiv geführte Partie von beiden Mannschaften ohne nennenswerte Torchancen in den ersten zehn Minuten. Es war der Zeitpunkt, in dem das Spiel für Verteidiger Maximilian Ahlschwede auch schon wieder beendet war.

Der Außenverteidiger war mit dem Fuß umgeknickt und musste das Spielfeld verlassen. Für ihn kam Stefano Cincotta ins Spiel.

Zwei Minuten später musste OFC-Schlussmann Robert Wulnikowski das erste Mal sein ganzes Können aufbieten. Mit beiden Händen klärte er einen Freistoß aus 20 Metern von Andreas Gaebler. In der 18.Minute gab es eine ähnliche Situation auf der Gegenseite. 18 Meter vor dem Darmstädter Tor legte sich Elton da Costa den Ball zurecht. Der Kickers-Kapitän zirkelte das runde Spielgerät an den rechten Pfosten. Pech für den OFC!

Das Spiel blieb weiterhin offen. Nur zwei Minuten später kam Ex-Kickers-Profi Benjamin Baier 18 Meter vor dem Offenbacher Tor zum Schuss – der Ball streifte nur knapp über die Querlatte. Nach einer halben Stunde musste van Lent die zweite Auswechslung vornehmen. Da Costa musste mit Oberschenkelproblemen verletzt vom Feld, für ihn kam Matthias Schwarz. Drei Minuten vor der Pause vergaben die Lilien auch die letzte Möglichkeit der ersten Halbzeit. Nach einer Hereingabe von Zimmermann vergab Kevin Wölk aus guter Position. Zur Pause blieb es beim torlosen Unentschieden.

Eine Viertelstunde nach Wiederbeginn gab es Freistoß für Darmstadt. Erneut konnte Robert Wulnikowski den halbhohen Ball von Gaebler aus 20 Metern parieren. Fünf Minuten später vergab Feldhahn für den OFC aus der Distanz.

Die Kickers verlagerten das Spiel nun immer mehr in die Darmstädter Hälfte. In der 70.Minute schlenzte Testroet den Ball aus halblinker Position über das lange Toreck hinweg. Drei Minuten später wurde ein Flachschuss von Hahn noch abgefälscht und verfehlte das Lilien-Tor nur knapp.

Eine Viertelstunde vor Schluss brachte van Lent einen weiteren Offensivspieler. Für Lars Bender kam Stefan Vogler ins Spiel. In der 86.Minute verpasste Testroet eine Hereingabe von Feldhahn am kurzen Eck nur knapp. Kurz danach beendete Schiedsrichter Rafael Foltyn die reguläre Spielzeit.

Es folgte eine dreißigminütige Verlängerung. In der 100.Minute scheiterte Testroet mit einem Fallrückzieher. Auf der Gegenseite hatte wenig später der eingewechselte Imbongo Boele die große Möglichkeit zur Führung, doch er vergab freistehend vor Wulnikowski. Auch Matthias Schwarz verzog, nachdem ihm Testroet den Ball aufgelegt hatte (104.). In der zweiten Hälfte der Verlängerung hatte dann noch einmal Testroet die Entscheidung auf dem Fuß – doch er vergab aus 11 Metern. „In den ersten 45 Minuten war Darmstadt die bessere Mannschaft, doch in der Folgezeit haben wir immer besser ins Spiel gefunden. Wir haben bis zum Schluss versucht, die Entscheidung zu erzwingen. Das war ein richtig geiles Derby heute und ich glaube, am Ende hatten wir das Glück ein bisschen mehr verdient“, analysierte van Lent.

Im dramatischen Elfmeterschießen fiel die Entscheidung erst beim zehnten Schützen. Kickers-Schlussmann Robert Wulnikowski parierte den Strafstoß von Imbongo Boele. Im Anschluss daran traf Cincotta und machte sich selbst das größte Geschenk zum 21.Geburtstag.