Viertelfinale Saison 2013/2014

Hessenpokal 2013/14

Sa., 16. November 2013 – 14:00 Uhr

Kickers Offenbach
  • 2 : 1 (1 : 1)
KSV Hessen Kassel

Krisengipfel auf dem Berg – Kickers Sieglosigkeit endet gegen Kassel

Vor 3.110 Zuschauern im Sparda-Bank-Hessen-Stadion trafen am Samstagnachmittag die Mannschaften Kickers Offenbach und der KSV Hessen Kassel im Viertelfinale des Hessenpokals aufeinander.

Kassel
Hübner

Im Vergleich zur Partie gegen Kaiserslautern II rückte Klaus Gjasula für Benjamin Pintol wieder in die Startformation. Trotz Jochbogenbruch war es ihm möglich mit einem speziell angefertigtem Helm des Sanitätshauses Bußfeld Schiller gegen Kassel anzutreten.

Das Spiel war gerade eine Minute alt, da kam es für die Kickers schon knüppeldick. Der Kassler Tobias Damm wurde über die rechte Seite frei gespielt und lief alleine auf Daniel Endres zu. Schon stand es 1:0 für Kassel. Mit einem gefühlvollen Heber überwand der Nordhesse den Offenbacher Schlussmann und netzte zur frühen Führung ein. Für die Kickers hieß dies schon aber der 1. Minute einem Rückstand hinterher zu laufen.

Doch die Elf von Rico Schmitt steckte nicht auf und erarbeitet sich nach und nach Großchancen. Die beste davon hatte Mohammed Tahiri, der nach einer Hereingabe am Ball vorbei segelte. Das Tor vor ihm wäre frei gewesen. Rico Schmitt: „Das die Jungs da nicht aufgesteckt haben und in ein Loch gefallen sind, sondern weiter gekämpft haben, das war ganz stark!“

Der OFC kämpfte um den Ausgleich zu erzielen, doch der letzte finale Pass im Strafraum blieb aus. In der 29. Minute endete die Leidenszeit der Kickers-Fans im Stadion. Denis Mangafic spielte sich auf der rechten Seite gut frei, stieß bis an die Grundlinie vor und brachte den Ball von dort aus vor das Tor der Kassler. Stefan Müller fälschte den Schuss unglücklich ab und lenkte den Ball zum 1:1 in die eigenen Maschen. Rico Schmitt: „Das Tor wirkte für uns wie eine Befreiung. Endlich war es uns wieder gelungen zu Hause zu treffen. Es war ein intensiv geführtes Spiel. Meine Spieler haben sich reingekämpft und reingehauen. Das wurde dann auch belohnt.“

Beide Mannschaften kämpften mit offenem Visier, doch die Kickers erarbeiteten sich die hochkarätigeren Chancen. In der 42. Minute sah dann der Kassler Marco Dawid die gelb-rote Karte für wiederholtes Foulspiel. Ab nun kämpften die Kickers nur noch gegen zehn Kassler.

Nachdem Wiederanpfiff knüpfte die Offenbacher Mannschaft an die Leistung der ersten Halbzeit an und setzte den Gegner weiter unter Druck. Mit einem Mann mehr auf dem Platz setzte sich die Elf von Rico Schmitt in den Zweikämpfen durch und kam einige Male gefährlich vor das gegnerische Tor. Die beste Möglichkeit hatte in der 52. Minute der für den Torschützen Denis Mangafic eingewechselte Benjamin Pintol, nachdem dieser von Stefano Maier schön freigespielt wurde. Aus fünf Metern zog er frei vor dem generischen Kasten ab, doch Tobias Schloeffel konnte den Ball überragend halten und lenkte ihn neben das Tor.

Spätestens jetzt hätten die Kickers die Führung klar verdient gehabt. Wiederum zeigte sich jedoch die mangelnde Chancenverwertung als großes Defizit der Mannschaft. In der 75. Minute ging ein Raunen durch die Offenbacher Reihen. Ein Tor für die Kickers war gefallen, doch der Schiedsrichter Christof Günsch entschied auf Abseits.

Davon ließ sich der OFC nicht entmutigen und netzte den Ball nur vier Minuten später regulär ein. Fabian Bäcker setzte sich zentral vor dem gegnerischen Gehäuse durch und lief frei auf den Kasten der Nordhessen zu. Der Stürmer des OFC umkurvte den Torwart des KSV und schoss mustergültig das 2:1. Rico Schmitt: „Uns fehlte in den vergangenen Spielen der letzte Biss, das letzte Nachsetzten. Das hat Fabian Bäcker in diesem Spielzug sehr gut gemacht.“

Danach folgte Aufregung vor Block 2 der Waldemar-Klein-Tribüne. Wieder sah ein Kassler dabei die gelb-rote Karte. Der bereits verwarnte Kapitän der Nordhessen, Andreas Mayer, musste den Platz verlassen. Mit nur noch neun Mann baten die Kassler einen aufopferungsvollen Kampf, konnten jedoch das Spiel nicht mehr drehen, so dass Schiedsrichter Christof Günsch nach 90 Minuten zum 2:1-Endstand abpfiff.

Der Cheftrainer der Offenbacher Kickers freute sich dabei auch für die Anhänger des OFC. „Es ist schön, dass wir den zahlreichen Zuschauern, die auch in der sehr schwierigen Phase zu den Kickers und der Mannschaft stehen, das Gefühl geben konnten mal wieder mit einem Sieg vom Berg nach Hause zu kommen!“