18. Spieltag Saison 2009/2010

3. Liga 2009/2010

Sa., 28. November 2009 – 14:00 Uhr

Kickers Offenbach
  • 3 : 3
  • Zuschauer: 7.525
SV Sandhausen

Spitzenspiel ohne Sieger - Dorn trifft doppelt

Auch im achten Spiel in Folge bleiben die Offenbacher Kickers ungeschlagen.

Nach dem Torfestival am letzten Wochenende im Hessenderby sahen die Kickers-Fans erneut ein torreiches Spiel ihrer Mannschaft, das nach 90 Minuten aber wieder keinen Sieger fand. 3:3 trennte sich der OFC vom SV Sandhausen. Spielverderber war dabei ausgerechnet der Ex-Offenbacher Regis Dorn, der mit zwei Toren maßgeblichen Anteil am Punktgewinn seiner Mannschaft hatte. “Wir haben heute kämpferisch und läuferisch großen Aufwand betrieben. Trotzdem bin ich über das Unentschieden enttäuscht. Wie die Gegentore entstanden sind, hat mir nicht gefallen”, sagte OFC-Trainer Steffen Menze. Der Sandhausener Ausgleichstreffer fiel erst drei Minuten vor dem Ende.

Die 7252 Zuschauer auf dem Bieberer Berg sahen von Beginn an ein temporeiches Spiel, in dem beide Teams offensiv begannen. Nach zehn Minuten prüfte der Sandhausener Alexander Eberlein mit einem Distanzschuss erstmals OFC-Torwart Robert Wulnikowski. Drei Minuten später gelang auch den Kickers die erste tolle Kombination. Mit schnellem Kurzpassspiel landete der Ball über Christian Pospischil, Huber und Mesic bei Stefan Zinnow. Der flankte flach nach innen auf Nils Pfingsten-Reddig, der einen Moment zu lange zögerte. So wurde sein Schuss aus 12 Metern noch abgefälscht zur Ecke. Eine Minute später leitete Pfingsten-Reddig mit einem Eckball die nächste gefährliche Offenbacher Szene ein, Kopilas kam jedoch am Fünf-Meterraum nicht richtig an den Ball, und so konnten die Gäste erneut in höchster Not klären.

Doch auch Sandhausen blieb offensiv gefährlich und konnte nur 60 Sekunden später in Führung gehen. Ausgerechnet Regis Dorn traf an seiner alten Wirkungsstätte. Eine Flanke von Pinto bekam der gebürtige Franzose auf den linken Fuß und schob den Ball ohne zu zögern flach ins lange Eck ein – das 1:0 für Sandhausen! Einen Rückstand aufzuholen ist in dieser Saison jedoch eine der Stärken der Kickers. Und so zeigte der Gegentreffer auch keine Auswirkungen – ganz im Gegenteil. Die Kickers übernahmen nach einer halben Stunde wieder die Initiative,  zunächst aber scheiterte Zinnow, als er aus halbrechter Position am langen Eck vorbeischoss.

In der 34.Minute dann der Ausgleich durch Alexander Huber. Per Kopf nickte er einen Eckball von Pfingsten-Reddig aus fünf Metern ein. Nicht der erste Kopfballtreffer des 1,72 Meter großen Rechtsverteidigers, der daraus immer mehr eine eigene Stärke zu machen scheint.

Die Kickers waren wieder zurück im Spiel und konterten nur vier Minuten später im eigenen Stadion. Chaftar spielte auf der linken Seite den Ball in den Lauf von Laux, seine Hereingabe landete an der Strafraumgrenze bei Ulm, der per Vollspann nur die Latte traf. Drei Minuten später machte es der Franzose besser. Pfingsten-Reddig spielte den Steilpass auf Ulm, der alleine auf Torhüter Kirschbaum zulief und den Ball überlegt am Sandhausener Torhüter vorbei zum 2:1 einschoss. Und noch vor der Pause wäre sogar das dritte Tor möglich gewesen, aber Laux vergab nach Zuspiel von Zinnow. So blieb es bei der knappen OFC-Führung zur Pause.

Die Gastgeber machten auch nach dem Seitenwechsel zunächst da weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Bei einer Flanke von Mesic hatte Torwart Kirschbaum seine Fingerspitzen gerade noch dazwischen. Hinter ihm lauerten die völlig frei stehenden Ulm und Laux.

Doch es blieb ein Spitzenspiel, weil auch Sandhausen weiterhin seine Chancen bekam. Hosiner scheiterte nach 53 Minuten an Wulnikowski. Der Offenbacher Torwart klärte den Ball zur Ecke und die sollte Folgen haben. Die Kickers konnten den Ball nicht aus der Gefahrenzone schlagen, das Leder landete bei Eberlein, der nur noch einschieben musste zum erneuten Ausgleich – 2:2.

Doch die Kickers wollten die drei Punkte auf dem Bieberer Berg behalten und kamen zwischen der 60. und der 75.Minute zu etlichen guten Einschussmöglichkeiten – alle blieben ungenutzt. Mesic scheiterte nach einer Ballstafette über Laux und Ulm an Kirschbaum. Und auch Zinnow kam nicht am Sandhausener Schlussmann vorbei, als er nach Zuspiel von Pospischil aus der Drehung sein Glück versuchte. Pfingsten-Reddig scheiterte mit einem Distanzschuss ebenso wie Pospischil per Freistoß. Und als Ulm den Ball aus spitzem Winkel schon an Kirschbaum vorbei gelegt hatte, trudelte dieser nur ganz knapp am langen Eck vorbei.

Dann läuteten die Kickers-Fans per Glocke obligatorisch die Schlussviertelstunde ein, von der gesamten Waldemar-Klein- Tribüne ertönten lautstarke Anfeuerungsrufe. Und nur Sekunden später fiel dann endlich das dritte Tor. Mesic spielte am Strafraum in den Lauf von Zinnow, der zum 3:2 vollendete.

Doch das war immer noch nicht  der Schlusspunkt des Spiels. Drei Minuten vor Schluss traf Regis Dorn freistehend per Kopf und rettete seiner Mannschaft einen Punkt beim Spitzenreiter. Sein Torjubel fiel aber verhalten aus. “Ich hatte hier eine tolle Zeit mit wirklich tollen Fans. Deshalb habe ich mich aus Respekt gegenüber meinen Ex-Verein beim Jubel zurückgehalten”, erklärte Dorn nach Spielende.

Zum 18. Spieltag / Tabelle

Allgemeines
38 Anzahl Spiele 38
7 Tabellenplatz 14
57 Punkte 47
55 : 35 Tore 54 : 63
20 Differenz -9
Siege / Unentschieden / Niederlagen
15 / 12 / 11 Gesamt 11 / 14 / 13
10 / 4 / 5 Zuhause 8 / 8 / 3
5 / 8 / 6 Auswärts 3 / 6 / 10
Höchsten Siege
Kickers Offenbach 4 : 0 FC Carl Zeiss Jena Heim SV Sandhausen 3 : 0 1. FC Heidenheim
Dynamo Dresden 2 : 4 Kickers Offenbach Auswärts Dynamo Dresden 0 : 3 SV Sandhausen
Höchsten Niederlagen
Kickers Offenbach 1 : 3 SpVgg Unterhaching Heim SV Sandhausen 1 : 3 Wuppertaler SV
FC Erzgebirge Aue 4 : 2 Kickers Offenbach Auswärts Eintracht Braunschweig 6 : 0 SV Sandhausen

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