Oliver Reck ist neuer OFC-Cheftrainer

Als die Offenbacher Kickers am 27.04.1984 mit einem 5:1 über Fortuna Düsseldorf den letzten Bundesligasieg feierten, hütete Oliver Reck, der aus der legendären Offenbacher Talentschmiede hervorging, das Tor der Kickers. Im weiteren Verlauf wurde er mit Werder Bremen mehrfach Deutscher Meister sowie DFB-Pokalsieger, Europapokalsieger und auch Nationalspieler. Er war Bestandteil des Europameisterkaders 1996 in England.

Oliver Reck
Hübner
Oliver Reck
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Oliver Reck
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Auf Schalke schnupperte er die Luft des Ruhrgebiets, war bis 2002 Stammtorhüter der Königsblauen und nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn förderte er als Torwarttrainer u.a. den aktuellen Nationaltorhüter Manuel Neuer und war ein Jahr Co-Trainer des DFB-U19 Teams, ehe er 3 mal als Interimstrainer (nach Jupp Heynckes, Rangnick, Fred Ruitten) die Schalker in der Bundesliga und Champions-League coachte. Als Cheftrainer auf der Kommando-Brücke sorgte Oliver Reck auch in der 2. Liga beim MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf für sportlichen Erfolg.

Um Punkt 11:00 Uhr war es soweit: Unter dem großen Blitzlichtgewitter der Fotografen betrat der einstige Schützling Hermann Nubers wieder den Presseraum auf dem Bieberer-Berg. OFC-Präsident Helmut Spahn stellte Oliver Reck als neuen Cheftrainer der Offenbacher Kickers vor. Sein Vertrag läuft bis zum 30.06.2018.
Schon heute erwartet den neuen OFC-Chefcoach eine Menge Arbeit. Gleich nach der Pressekonferenz steht ein erstes Kennenlernen mit der Mannschaft an und schon am Abend geht es zum ersten Testspiel der Kickers gegen Borussia Fulda. Den Bieberer-Berg steuert er in Zukunft von seinem 18 km entfernten Elternhaus an. In seiner Funktion als technischer Direktor, unterstützt Sead Mehic Oliver Reck kommissarisch und ehrenamtlich im Bereich der sportlichen Leitung.

Oliver Reck: “Meine Wurzeln sind hier und wer einmal beim OFC war, verliert ihn nicht mehr aus den Augen. Ich bin wieder zu Hause und freue mich sehr auf diese Aufgabe. Ich hatte das Vorrecht mit großen Trainer-Persönlichkeiten wie z.B. Otto Rehagel, Jupp Heynckes und Ralf Rangnick zusammenzuarbeiten. Ich habe dabei viel gelernt, jedoch muss jeder Trainer zu seinem eigenen Stil finden, dies ist mir in den letzten Jahren gelungen. Wir wollen auf der guten Vorarbeit aufbauend die Mannschaft weiterentwickeln und gerade auch mit jungen Spielern aus der Region, perspektivisch die Regionalliga nach oben verlassen. Dies bedarf nicht nur harter Arbeit sondern auch Geduld. Ich weiß um unsere wirtschaftlichen Grenzen aber ich halte es für gut möglich, den OFC auf Basis des Vorhandenen, mit gezielten Verstärkungen, erfolgreich zu machen.”

Meine Wurzeln sind hier beim OFC!

Sead Mehic:Es war uns wichtig einen Trainer zu verpflichten, dessen Konzept mit der Ausrichtung des OFC kompatibel ist, im Fall Oliver Reck war es annähernd deckungsgleich. Wir wollten den Zeitpunkt nutzen, um nochmal einen Impuls zu setzen, es gilt nicht nur eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen, sondern auch eine Mannschaft zusammenzustellen, die uns in der neuen Saison erfolgreich vertreten kann.

Helmut Spahn: “Es freut uns sehr, dass sich die Gespräche mit Oliver Reck nicht nur sehr angenehm gestaltet haben, sondern auch eine extrem hohe Deckungsgleichheit in den jeweiligen konzeptionellen Ausrichtungen unserer Offenbacher Kickers ergeben hat. Wir hätten Oliver Reck nicht verpflichtet, wenn es nicht gepasst hätte und da spielen u.a. auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine große Rolle. In diesem Zusammenhang ist es mir auch wichtig, mich nochmals ganz herzlich bei Rico Schmitt zu bedanken, der eine gute Vorarbeit geleistet hat.

Hermann Nuber: “Ich freue mich, dass mein Bub Olli wieder auf dem Bersch ist. Ich holte Oliver Reck einst in die A-Jugend der Kickers, sagte ihm aber gleich: “Ich hole dich nur für die 1. Mannschaft.”